Ratgeber Wärmepumpe Heizen & Kühlen Aktuell · DIEKLIMAWELT AG

Wie funktioniert eine Wärmepumpe? – Der verständliche Ratgeber für die Schweiz

Wärmepumpe einfach erklärt: Wie funktioniert das Prinzip, welche Typen gibt es, was bedeuten COP und JAZ – und welche Anlage passt zu Ihrer Situation in der Schweiz? Dieser Ratgeber beantwortet alle Fragen ohne Fachjargon.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe – Installation und Planung durch DIEKLIMAWELT AG Schweiz

Wärmepumpe – Planung und Installation durch DIEKLIMAWELT AG, Ostschweiz & Thurgau

Das Prinzip: Wärme aus der Umgebung gewinnen

Der Name «Wärmepumpe» ist irreführend — sie erzeugt keine Wärme, sie transportiert sie. Das klingt abstrakt, ist aber im Alltag allgegenwärtig: Ihr Kühlschrank funktioniert nach demselben Prinzip. Er entzieht dem Inneren Wärme und gibt sie nach hinten ab — deshalb ist die Rückseite des Kühlschranks warm.

Eine Wärmepumpe macht genau das — nur umgekehrt und viel grösser: Sie entzieht der Aussenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme (auch bei Minustemperaturen steckt noch nutzbare Energie drin) und gibt diese — auf ein höheres Temperaturniveau angehoben — an das Heizsystem des Gebäudes ab.

1 kWh
Stromaufnahme der Pumpe
3–5 kWh
Erzeugte Wärme (Heizleistung)
bis –20°C
Betrieb auch bei tiefen Aussentemperaturen

Das macht Wärmepumpen so wirtschaftlich: Der grösste Teil der Heizenergie kommt gratis aus der Umgebung. Nur der Antriebsstrom für den Kompressor muss bezahlt werden — und dieser ist bei modernen Inverter-Wärmepumpen sehr gering.

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Warum Wärmepumpen auch bei –10 °C funktionieren Wärme ist Energie. Selbst bei –20 °C Aussenluft enthält die Luft noch thermische Energie — die Wärmepumpe entzieht diese und hebt sie auf Heiztemperatur an. Erst bei sehr tiefen Temperaturen sinkt die Effizienz spürbar.

Der Kältemittelkreislauf – Schritt für Schritt erklärt

Der Kern jeder Wärmepumpe ist ein geschlossener Kreislauf mit einem speziellen Kältemittel (z.B. R32 oder R410A). Dieses Kältemittel hat besondere Eigenschaften: Es verdampft bereits bei sehr tiefen Temperaturen und gibt beim Kondensieren viel Wärme ab.

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Verdampfer: Wärme aufnehmen Das flüssige Kältemittel strömt durch den Verdampfer (z.B. Ausseneinheit). Es nimmt Wärme aus der Umgebungsluft auf und verdampft dabei — ähnlich wie Wasser, das bei Wärme verdampft, aber bei viel tieferen Temperaturen.
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Kompressor: Druck erhöhen Der Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel. Durch die Kompression steigt der Druck — und damit auch die Temperatur des Kältemittels stark an. Hier wird elektrischer Strom benötigt.
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Kondensator: Wärme abgeben Das heisse, unter Druck stehende Kältemittelgas gibt seine Wärme an das Heizsystem ab (Wasser für Fussbodenheizung/Radiatoren oder direkt an die Raumluft bei Luft-Luft-Systemen). Dabei kondensiert es wieder zu Flüssigkeit.
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Expansionsventil: Druck abbauen Das flüssige Kältemittel strömt durch ein Expansionsventil. Der Druck fällt ab, die Temperatur sinkt stark — und der Kreislauf beginnt von vorne.
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Heizen & Kühlen mit demselben Kreislauf Durch Umkehrung des Kreislaufs (4-Wege-Ventil) kann dieselbe Anlage im Sommer kühlen: Der Verdampfer ist dann innen, der Kondensator aussen. Die Wärme wird aus dem Raum nach aussen gepumpt — Klimaanlage und Wärmepumpe sind technisch dasselbe.

Die 3 Haupttypen von Wärmepumpen

Der wesentliche Unterschied zwischen den Wärmepumpentypen liegt in der Wärmequelle — also woher die Umgebungswärme entnommen wird:

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Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)
Höchste Effizienz

Nutzt konstante Erdwärme über Erdsonden oder Erdkollektoren. Höchste Jahresarbeitszahl (JAZ), da die Erdtemperatur das ganze Jahr stabil ist. Erfordert Grabungsarbeiten und eine Bohr- oder Erdkollektorbewilligung.

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Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser)
Sehr hohe Effizienz

Nutzt Grundwasser als Wärmequelle über Brunnen. Sehr hohe Effizienz, da Grundwasser konstant ca. 10–12 °C hat. Erfordert Brunnen und eine Gewässerschutzbewilligung. Nicht überall möglich.

COP und JAZ – was bedeutet Effizienz wirklich?

Zwei Kennzahlen begegnen Ihnen bei jeder Wärmepumpe: COP und JAZ. Beide messen Effizienz — aber auf unterschiedliche Weise.

COP – Coefficient of Performance

Der COP ist das Verhältnis von erzeugter Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung unter Laborbedingungen. Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 kW Strom entstehen 4 kW Wärme.

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COP-Werte sind Laborwerte Der COP wird unter Normbedingungen gemessen (meist A7/W35: 7 °C Aussenluft, 35 °C Vorlauf). In der Praxis variiert er je nach Aussentemperatur und Heizsystem stark. Verlassen Sie sich beim Vergleich besser auf die JAZ.

JAZ – Jahresarbeitszahl

Die JAZ ist der Durchschnittswert über ein ganzes Jahr — sie berücksichtigt alle Betriebsbedingungen, kalte Winternächte und milde Herbsttage. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: Im Jahresdurchschnitt erzeugt die Anlage 3,5-mal so viel Wärme wie sie Strom verbraucht.

WärmepumpentypTypische JAZBewertung
Luft-Luft (Split-Klimaanlage)2,5–4,0Gut
Luft-Wasser2,8–4,5Gut bis sehr gut
Sole-Wasser (Erdwärme)3,5–5,5Sehr gut
Wasser-Wasser (Grundwasser)4,0–6,0Exzellent

Je höher die JAZ, desto günstiger der Heizbetrieb. Mit einer JAZ von 4 zahlen Sie effektiv nur ein Viertel des Heizstroms im Vergleich zu einer Elektrodirektheizung — und deutlich weniger als mit Öl oder Gas bei aktuellen Energiepreisen.

Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Ja — aber nicht alle Typen gleich gut. Der Schweizer Sommer macht Kühlung immer relevanter, weshalb die Kombination aus Heizen und Kühlen ein entscheidendes Kaufkriterium ist:

Luft-Luft-Wärmepumpe (Split-Klimaanlage): aktiv kühlen

Die Luft-Luft-Wärmepumpe kühlt im Sommer aktiv und zuverlässig — der Kreislauf wird einfach umgekehrt. Dies ist dieselbe Funktion wie bei einer Klimaanlage für die Wohnung. Besonders in Zürich, Winterthur und anderen Schweizer Städten, wo die Sommerhitze zunimmt, ist das ein entscheidender Vorteil.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: passiv kühlen (Natural Cooling)

Über die Fussbodenheizung kann kühles Wasser zirkulieren und den Raum angenehm temperieren. Verbraucht kaum Strom, ist aber in der Kühlleistung begrenzt — bei extremer Hitze nicht ausreichend.

Kühlen und Heizen mit einer Anlage – das ist die Stärke der Luft-Luft-Wärmepumpe

DIEKLIMAWELT installiert leistungsstarke Split-Systeme, die im Winter zuverlässig heizen und im Sommer aktiv kühlen — für Wohnungen, Büros und Gewerbeflächen in der Schweiz. → Klimaanlage für die Wohnung – Übersicht

Wärmepumpe vs. Klimaanlage – was ist der Unterschied?

Diese Frage wird häufig gestellt — und die Antwort überrascht viele: Technisch gesehen gibt es bei Luft-Luft-Systemen keinen Unterschied. Beide nutzen denselben Kältemittelkreislauf.

MerkmalKlimaanlage (Split)Luft-Luft-WärmepumpeLuft-Wasser-WP
Kühlen im Sommer✓✓ Aktiv✓✓ AktivPassiv
Heizen im Winter✓ Möglich✓✓ Primärheizung✓✓ Primärheizung
Warmwasser✓ Mit Boiler
Installation1 Tag1 Tag2–5 Tage
Förderung CHBegrenztMöglich✓ Gebäudeprogramm
Typische JAZ2,5–4,02,5–4,02,8–4,5
Kosten inkl. MontageCHF 3.000–6.000CHF 3.000–8.000CHF 12.000–25.000
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Fazit: Für Kühlen + Heizen ist die Luft-Luft-Wärmepumpe unschlagbar Wer primär an einem System interessiert ist, das im Sommer kühlt und im Winter heizt — leise, effizient und ohne Grabungsarbeiten — ist mit einer hochwertigen Split-Klimaanlage von DIEKLIMAWELT optimal bedient.

Wärmepumpe in der Schweiz – was Sie wissen müssen

Die Schweiz ist ein Wärmepumpenland: Über 60 % aller neu installierten Heizsysteme in Neubauten sind bereits Wärmepumpen. Was Sie in der Schweiz bei der Planung beachten müssen:

Bewilligung

Luft-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen (Ausseneinheit) benötigen in den meisten Kantonen eine Baubewilligung — je nach Aufstellungsort und Gemeinde unterschiedlich. DIEKLIMAWELT übernimmt das gesamte Bewilligungsverfahren.

Förderung

Das nationale Gebäudeprogramm sowie kantonale Förderprogramme (z.B. Kanton Zürich, Thurgau) fördern den Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen. Förderbeträge von CHF 3.000–15.000 sind möglich. DIEKLIMAWELT berät Sie kostenlos zu Fördermöglichkeiten in Ihrer Gemeinde.

Schallschutz

Ausseneinheiten von Wärmepumpen müssen die Schweizer Lärmschutzvorschriften (LSV) einhalten — besonders in Wohnzonen. DIEKLIMAWELT plant Aufstellort und Entkopplung so, dass alle Vorschriften eingehalten werden.

Wärmepumpe im Thurgau, Zürich oder Winterthur planen?

DIEKLIMAWELT AG aus Aadorf ist Ihr Spezialist für Wärmepumpen und Klimaanlagen in der Ostschweiz — von der Beratung über die Bewilligung bis zur Inbetriebnahme. → Wärmepumpen – Übersicht & Beratung

Kostenlos & Unverbindlich

Wärmepumpe oder Klimaanlage –
wir beraten Sie kostenlos

Ob Luft-Luft, Luft-Wasser oder Erdwärme — DIEKLIMAWELT findet die wirtschaftlichste Lösung für Ihre Situation in der Schweiz. Planung, Bewilligung, Förderberatung und Montage aus einer Hand.

Mo–Fr 08:00–18:00 · 24/7 Notfall-Hotline · DIEKLIMAWELT AG, Aadorf TG

Häufige Fragen – Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Wasser) Wärme und gibt diese – auf höheres Temperaturniveau gepumpt – ans Heizsystem ab. Sie funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank. Aus 1 kWh Strom entstehen 3–5 kWh Wärme.
Technisch sind Luft-Luft-Wärmepumpe und Split-Klimaanlage identisch — beide nutzen denselben Kältemittelkreislauf. Der Unterschied liegt im Fokus: Klimaanlagen werden primär auf Kühlung ausgelegt, Wärmepumpen primär auf Heizung. Moderne Split-Klimaanlagen können beides zuverlässig.
COP (Coefficient of Performance) ist das Verhältnis von erzeugter Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung. Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme. Die JAZ (Jahresarbeitszahl) ist realistischer, da sie den Jahresdurchschnitt aller Betriebsbedingungen widerspiegelt.
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind in der Schweiz am weitesten verbreitet — keine Grabungsarbeiten, vielseitig einsetzbar, gute Förderung. Für maximale Effizienz: Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme). Für Kühlen + Heizen in einzelnen Räumen: Luft-Luft-Wärmepumpen (= Split-Klimaanlagen). DIEKLIMAWELT berät kostenlos.
Ja. Luft-Luft-Wärmepumpen (Split-Klimaanlagen) kühlen aktiv und zuverlässig — der Kreislauf wird umgekehrt. Luft-Wasser-Wärmepumpen können über die Fussbodenheizung passiv kühlen (Natural Cooling) mit begrenzter Leistung. Für aktive Kühlung in Wohnungen und Büros empfiehlt DIEKLIMAWELT Luft-Luft-Systeme.
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